Chronik der Landesfachgruppe Braunschweig im 3. Reich (1933 bis 1945) KV Braunschweiger Rassegeflügelzüchter der Tradition verbunden - der Zukunft zugewandt Durch die politischen Veränderungen des Jahres 1933 wurde aus dem Freistaat nunmehr das Land und  politisch der Gau Braunschweig. Damit erfolgte auch die Umbenennung der Züchterorganisation des Landes  in “Landesfachgruppe Braunschweig”, als eine der zunächst gebildeten 21 Landesfachgruppen im Reich. Das  Einflussgebiet der neuen Fachgruppe reichte bis in die Teile des Ostharzes (heute Bundesland Sachsen-  Anhalt). Der Fachgruppe gehörten die Vereine Braunschweig, Wolfenbüttel, Gittelde, Oker, Walkenried,  Emmerstedt, Helmstedt, Holzminden, Schöningen, Schöppenstedt, Bad Harzburg, Offleben, Königslutter,  Blankenburg, Seesen und der Taubenzuchtverein Braunschweig. Der Vorsitzende der Landesfachgruppe war  Otto Cissee.  Bereits im November 1933 wurde die erste “Gaugeflügelschau” in Braunschweig durchgeführt. Gezeigt  wurden 1551 Nr. Geflügel, die von 10 Preisrichtern bewertet werden mussten. Die Sonderschau der  Schönheitsbriefer mit 363 hatten zum Beispiel die Richter Paul Lange, Hergisdorf und Fritz Hammer,  Sondershausen, alleine zu bewältigen. Als weitere Bereicherung der vorgenannten Schau wurden noch 528  Reisetauben vorgestellt.  Weitere Ausstellungen, nunmehr als Landesfachgruppenschauen bezeichnet, folgten dann 1935 und 1936 in  der Stadthalle zu Braunschweig. Über weitere, in der Regel ja jährlich veranstalteten Landesschauen ist nichts  bekannt.  Mit Beginn und Fortschritt des Krieges erlahmten auch nach und nach in Braunschweiger Raum die  Aktivitäten der Vereine. Die damalige englische Besatzung englische Besatzungsmacht regelte per Befehl im  Oktober 1945 die Einsetzung einers “Gebietsrates Niedersachsen”, in dem auch das Land Braunschweig  aufging.    (Auszug aus der Chronik 125 Jahre Landesverband Hannoverscher Rassegeflügelzüchter, 2004)